Im 11. Jahrhundert war es noch üblich, dass den Männern am Aschermittwoch die Asche auf das Haupt gestreut, Frauen jedoch wie heute üblich das Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet bekamen. Die Asche, welche durch verbrennen der alten geweihten Palmzweige vom letzten Palmsonntag gewonnen wird, sollte uns die Vergänglichkeit bewusst gemacht werden.

Auch in St. Valentin ist es üblich, in der Heiligen Messe am Aschermittwoch das Aschekreuz, welches heuer von Herrn Pfarrer i.R. Johann Zarl mit dem Spruch: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“ (Gen 3,19)“ gespendet wurde.









Zu Beginn der Fastenzeit werden wir dazu aufgerufen, Verzicht auszuüben. War früher fast ausschließlich der Verzicht auf den Verzehr von Fleisch beschränkt, üben Menschen heute auch Verzicht auf Konsum, Süßigkeiten, Alkohol, Fernsehen, Internet, etc. Aber auch „Autofasten“ haben viele für sich entdeckt. Übt man Verzicht, hat man mehr Zeit sich um Mitmenschen zu kümmern, aber auch die Zeit für Gebet.
Traditionell entwickelte sich mit der Zeit auch am Aschermittwoch der gemeinsame Heringsschmaus. Sauren Hering konnten sich in früherer Zeit auch ärmere Menschen leisten, da dieser saure Fisch relativ günstig war. Ob der in der heutigen Zeit opulente Heringsschmaus noch als Verzicht gilt, ist jedoch eine andere Frage.
Text und Fotos: Hanspeter Lechner – herzlichen Dank!